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Der Baumlehrpfad


Im Jahre 1992 fand in Rio de Janeiro die „Konferenz für Umwelt und Entwicklung 
der Vereinten Nationen“ (UNCED) statt. 
Das   Ergebnis   war   die   Agenda   21,   ein   entwicklungs­   und   umweltpolitisches 
Aktionsprogramm   für   das   21   Jahrhundert,   ein   Leitpapier   zur   nachhaltigen 
Entwicklung, beschlossen von 172 Staaten der Welt.
An   dieser   Konferenz   nahmen   neben   Regierungsvertretern   auch   viele 
nichtstaatliche Organisationen teil.

Nachhaltige Entwicklung   ­und damit die Agenda 21­ ist vielerorts, so auch in 
Senden, zur Leitlinie öffentlichen Handelns geworden.
Der Vorstand des Heimatvereins Ottmarsbocholt überlegte in seiner Sitzung am 
21.05.04,   ob   im   Sinne   der   Agenda   21   ein   Baumlehrpfad   eingerichtet   werden 
könne. 

Die Realisierung stellte sich für den Heimatverein insofern als problematisch dar, 
weil dafür auch ein geeignetes Gelände gefunden werden müsste.
Ein mögliches Gelände, so der Vorschlag des Vorsitzenden, sei die ostwärtige 
Baugebietsgrenze des Neubaugebietes Holterode.
Der Vorsitzende wurde beauftragt, sondierende Gespräche mit der Gemeindever­
waltung zu führen.

Auch  die  Rektorin  der   Grundschschule  unterstützte diese  Idee.  Ihre Intention 
war, den  Grundschulkindern  in Ausgestaltung  der  bestehenden  Lehrpläne  die 
heimische Natur nahezubringen.

Im   Interesse   des   Heimatvereines   lag   es,   allen   Bürgern   die   Vielfalt   der 
heimatlichen Flora aufzuzeigen und zu deren Schutz zu sensibilisieren.
Im   Herbst   des   Jahres   erhielt   der   Heimatverein   Informationen,   wonach   die 
Abschlußbepflanzung des Baugebietes bevorstehe.

Der Gemeinde wurde nun im November ein offizieller Antrag auf Anlage eines 
Baumlehrpfades eingereicht.

Der Antrag wurde seitens der Gemeinde sehr positiv aufgenommen, zumal keine 
besonderen Kosten auf die Gemeinde zu kamen. Eine Abschlußbepflanzung war 
nach   dem   Baurecht   sowieso   vorzunehmen,   die   Örtlichkeit   war   für   die   Anlage 
geradezu ideal.

Der  Heimatverein  erarbeitete  eine  Liste der  zu  pflanzenden Bäume,  es  sollten 
zunächst 36 verschiedene Baumpaare sein.

Auch die Beschreibungen und die Metallständer dazu wurden vom Heimatverein 
hergestellt.Am   24.11.05   ­Freitag­,   unmittelbar   vor   dem   einsetzenden   Frost,   wurden   die 
ersten Bäume mit den Kindern der Grundschule gepflanzt.

Es war einfach toll, wie begeistert die Kinder waren, wie aktiv sie anpackten und 
die Pflanzlöcher buddelten.

Im   Frühjahr   2006   wurden   die   restlichen   Bäume   durch   die   Fa.   Sennekamp 
gepflanzt und der Heimatverein stellte die Beschreibungen auf.

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